Rissige Pfoten im Winter: Schutz vor Streusalz beim Gassigehen

· von Dev Chopra · 3 Min. Lesezeit

Rissige Pfoten im Winter: Schutz vor Streusalz beim Gassigehen

Rissige Pfoten durch Streusalz sind eines der klassischen Winterprobleme, besonders bei Hunden, die täglich über gesalzene Bürgersteige laufen müssen. Das Salz zieht der empfindlichen Ballenhaut regelrecht die Feuchtigkeit ab, greift die Hornschicht an, und übrig bleiben Risse, Trockenheit und oft schmerzhafte Reizungen. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung, der richtigen Pflege und ein paar Gewohnheiten, die man sich einfach angewöhnt, lässt sich das Problem fast komplett vermeiden.

Warum verursacht Streusalz rissige Pfoten?

Streusalz, meist Natriumchlorid oder Calciumchlorid, senkt den Gefrierpunkt von Eis. Genau das macht es aber auch so aggressiv für die Haut: Es ist stark hygroskopisch, zieht also Feuchtigkeit aus allem, was damit in Kontakt kommt. Auch aus den Pfotenballen. Zusammen mit Kälte, trockener Winterluft und dem ständigen Wechsel zwischen nass und trocken wird die Hornhaut spröde und reißt irgendwann ein, oft schleichend, ohne dass man es sofort bemerkt.

Typische Anzeichen dafür:

Sofortmaßnahmen nach dem Spaziergang

  1. Pfoten abspülen: Lauwarmes Wasser entfernt Salzreste zuverlässig, am besten in einer flachen Schüssel oder mit einem feuchten Tuch pro Pfote. Eine kleine Routine, die nach ein, zwei Wochen ganz von selbst läuft.
  2. Gründlich trocknen: Feuchtigkeit zwischen den Zehen ist ein Einfallstor für Reizungen und Pilzinfektionen. Also mit einem weichen Handtuch wirklich gründlich abtupfen, nicht nur oberflächlich.
  3. Auf Verletzungen prüfen: Ballen, Zehenzwischenräume und Krallen kurz kontrollieren. Kleine Risse erkennt man am besten früh, bevor daraus etwas Größeres wird.
  4. Pflegebalsam auftragen: Ein Pfotenbalsam mit Bienenwachs, Sheabutter oder Kokosöl legt eine dünne Schutzschicht über die Haut, quasi ein kleiner Regenmantel für die Ballen.

Vorbeugung: So bleiben Pfoten gesund

Vor dem Spaziergang schützen

Langfristige Pflege

Wann zum Tierarzt?

Ein Tierarztbesuch ist sinnvoll, wenn:

In solchen Fällen können desinfizierende Salben, Verbände oder, in selteneren Fällen, auch Antibiotika notwendig werden.

Häufige Fehler vermeiden

Fazit

Rissige Pfoten durch Streusalz sind ein weit verbreitetes Problem, aber eines, das sich gut in den Griff bekommen lässt. Mechanischer Schutz durch Hundeschuhe oder Balsam, konsequentes Abspülen nach jedem Spaziergang und eine regelmäßige Pflege-Routine halten die Ballen auch im tiefsten Winter geschmeidig und gesund. Wer sich diese kleinen Gewohnheiten einmal angewöhnt, erspart dem Hund unnötige Schmerzen und sich selbst so manchen Tierarztbesuch.

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